Lauschieder spielen für Defibrillator in Monzingen

Monzingen. Bereits zum zweiten Mal spielte der Musik- und Unterhaltungsverein Lauschied in Monzingen auf. Vor zwei Jahren, zum 90. Bestehen ihres Blasorchesters, hatten die Lauschieder frühere Auftritte zu einer kleinen Jubiläumstournee neu zusammengestellt. Darunter auch Monzingen. Den Monzingern hatte es so gut gefallen, dass einem zweiten Mal nichts im Wege stand.

Als Veranstalter der After-Work-Party auf dem Monzinger Kirchplatz fungierte die Ortsgemeinde. Die Lauschieder spielten gleich zu mehreren guten Zwecken auf, wie Monzingens Bürgermeister Hans-Jürgen Eckert erläuterte. In vorderster Linie stehe das gemeinsame Spaß haben, da waren sich auch die zahlreichen Gäste aus benachbarten Dörfern einig. Aber auch ein ganz konkretes Ziel hat die Gemeinde mit dem Erlös des Festes: die Anschaffung und Unterhaltung eines Defibrillators, in der Hoffnung, ihn nie brauchen zu müssen, wie Eckert deutlich machte.

Zahlreiche Aktive erhielten ihren verdienten Dank. Der erste ging an die Musiker um Orchesterleiter, Dirigent und Sänger Josef Stenzhorn, die den wichtigsten Teil des Abends trugen. Aber auch, wer am Abend seinen Wein genoss, konnte dies mit bestem Gewissen tun. Der Erlös ging, wie Eckert betonte, zu 100 Prozent an die Gemeinde. Den Wein nämlich hatten die Güter nicht allein gespendet, sie beteiligten sich zudem auch noch beim Ausschank. Dank ging ebenfalls an Metzger und Bäcker für gut ermäßigte Preise und selbstverständlich an alle Helfer und Helferinnen, auch aus dem Gemeinderat und den Ausschüssen, die das Ganze möglich gemacht hatten.

Wer darüber hinaus spenden wollte, für den stand eine alte, nicht mehr gebrauchsfähige Tuba bereit. Nur mit einem Einwurf sei sie noch zum Klingen zu bringen, erläuterte Eckert ihre Funktion. Aber selbstverständlich sei sie auch tief und windfest genug, um Scheinen einen sicheren Platz zu gewährleisten. Immerhin wurden weit über 300 Euro darin gefunden, wie Eckert am nächsten Morgen berichtete. Das gesamte Ergebnis stand freilich da noch nicht fest. Schließlich müssen die Einnahmen des Abends noch mit all den entgegenstehenden Ausgaben verrechnet werden. Doch mit über den Daumen gerechnet gut 1000 Euro konnte Eckert höchst zufrieden sein. Auch sonst war das Fest gelungen. Das Wetter hielt, die Lauschieder zeigten ihr ganzes Können.

Im Vordergrund steht für Stenzhorn auch das gemütliche Beisammensein. Das Orchester sei an einem solchen Abend nicht in vorderster Reihe, vielmehr wolle man zu einer angenehmen Grundstimmung beitragen, bei der man sich durchaus miteinander unterhalten können soll.

Vom Egerländer über Ernst Mosch bis hin zu den Beatles ging das Programm. Nach Ende der Zugaben verlief man sich noch keineswegs. Musiker und Zuhörer genossen die friedliche Atmosphäre des Monzinger Kirchplatzes, den mit Beginn der Dunkelheit die bunten Fenster von St. Martin zauberhaft erleuchteten. wim

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